Erfolgreich bei „Kurzsessions!“ – by Mario Grutsch

Erfolgreich bei „Kurzsessions!“ – by Mario Grutsch

Viele Angler haben nicht die Zeit sich Tage lang an ein Gewässer zu setzen oder sich über mehrere Wochen einen Futterplatz aufzubauen. Mit ein paar einfachen Tricks, kommt trotzdem jeder schnell zum Fisch!

Es gibt genug Gründe, warum man nur ein kurzes Zeitfenster hat, in dem man Angeln gehen kann. Wer ein paar Kleinigkeiten beachtet, steigert seine Fangchancen aber um ein Vielfaches. Ich selbst zähle mich zu diesen Personen und habe mir lange darüber Gedanken gemacht meine Zeit optimal zu nutzen.

Ein wichtiger Aspekt bei einer Kurzsession ist das Futter. Ich bereite mein Futter immer ein paar Tage vor dem Angeln zu Hause vor, um am Wasser keine Zeit zu verlieren. Ihr solltet darauf achten, die einzelnen Komponenten eures Futters so zu wählen, dass es Unterwasser schnell arbeitet und eine möglichst große Lockwirkung erzielt.  Ein tolles Beispiel dafür ist unsere Cray Mussel Range! Die Boilies beginnen Unterwasser sehr schnell zu arbeiten und aufgrund ihrer Inhaltsstoffe, die der natürlichen Nahrung der Karpfen gleichen werden sie sofort von den Fischen akzeptiert. Um den Lockeffekt noch zu verstärken, übergieße ich die Boilies mit dem passenden Liquid und gebe ein Groundbait meiner Wahl darüber. Die Boilies Soaken sich mit dem Liquid voll und das Groundbait bleibt an ihnen kleben und bildet eine zweite Haut. Im Wasser löst sich diese Haut als Erstes und sorgt für eine tolle Wolke.

Teig verwende ich ebenfalls sehr gerne, wenn ich nur ein kurzes Zeitfenster zur Verfügung habe. Ein wenig Groundbait, das passende Liquid sowie Wasser hinzugeben und in wenigen Minuten hat man eine Masse mit unglaublicher Lockwirkung! Ich forme Hühnerei große Ballen und gebe 1-2 neben meinen Hakenköder. Ihr solltet darauf achten, dass die Ballen nicht zu weich sind und auseinander fallen, sobald sie aufs Wasser aufschlagen. Knetet euch wirklich einen festen Teig. Es darf ruhig einige Zeit dauern, bis er sich auflöst. Wer möchte, darf gerne Partikel dazu füttern, ich nehme dafür gerne Tigernüsse die ich ebenfalls in Liquid soake. Somit können wir uns sicher sein, das die Fische unserem Spot finden, auch wenn wir kleine Mengen füttern!

Sobald ich am Wasser angekommen bin, beginnt ein sehr wichtiger Punkt. Ich versuche die „holding areas“ der Fische auszumachen. Es ist nicht sinnvoll sich willkürlich auf den erst besten Platz zu setzten, ohne überhaupt zu wissen, ob sich Fische in dem Areal aufhalten. Das gilt nicht nur für Instantangelei, sondern sollte bei jeder Session berücksichtigt werden. Wir suchen also rollende Karpfen, sowie jegliche Aktivität an der Oberfläche. Markante Stellen, wie Krautfelder oder Schilfbänke sind ein guter Anhaltspunkt, jedoch kann auch ein scheinbar strukturloses Areal den Erfolg bringen. Schnappt euch eure Poolbrille und beobachtet das Wasser! Falls ihr ein Boot zu Verfügung habt, könnt ihr dieses natürlich auch nutzen.

Im Idealfall können wir Fische beobachten und unseren Platz beziehen. Das Futter ist schon bereit im Eimer und wir können loslegen! Ich beginnt damit meine Ruten auszulegen, da ich jede Minute nutzen möchte. Mit dem Futter gehen wir sparsam um, da die Fische ja bereits auf unserem Spot sind und wir sie lediglich auf unseren Hakenköder aufmerksam machen müssen. Eine gut platzierte Schaufel bringt oft deutlich schnelleren Erfolg als große Mengen. Die Karpfen sollen schließlich meinen Hakenköder finden und sich nicht durch Unmengen an Futter fressen müssen. Für diese Art des Angelns verwende ich sehr gerne auffällige Pop Ups. Perfekt dafür eignet sich unsere Fluoro Range. Am Ronnie Rig angeboten sind das richtige Fischmagneten. Manche werden jetzt vielleicht behaupten, mit unauffälligen Ködern fängt man besser, da die Karpfen weniger Misstrauen verspüren. Das kann für Manche auch stimmen, ich gebe hier lediglich meine Meinung kund und bringe euch näher, wie ich zum Erfolg komme. Es gibt ja das schöne Sprichwort: „Viele Wege führen nach Rom“ und genau das trifft hier zu. In der Karpfenangelei gibt es nicht immer richtig oder falsch. Es heißt nämlich, wer fängt hat recht! Ich kann nur soviel sagen, ich durfte in meiner Zeit als Angler schon die verschiedensten Seen und Flüsse in Europa beangeln und genau diese Taktik wie ich sie hier erkläre, brachte immer wieder Erfolg!

Ein weiterer Punkt der oftmals über Erfolg oder Misserfolg entscheidet, ist Mobilität. Es ist wichtig am Wasser mobil zu bleiben um auf verschiedenste Situationen möglichst schnell regieren zu können. Es kann schnell passieren, dass die Fische in einen anderen Teil des Sees ziehen und die Spots, die in den frühen Morgenstunden noch Fisch brachten plötzlich wie tot wirken. Mit leichtem Tackle können wir schnell reagieren und auf einen strategisch besseren Platz moven. Das bedeutet natürlich mehr Arbeit für uns, ihr werdet allerdings schnell merken, dass ihr damit eure Fangchancen deutlich erhöht.

Den letzten Tipp, den ich euch mitgeben möchte, kennt bereits jeder. Mit der Zeit ist er aber bei vielen Anglern in Vergessenheit geraten. Verhaltet euch ruhig am Wasser! Ich sehe immer öfter, wie Karpfenangler lautstark ihr Tackle auf den Boden werfen und im Boot herumtrampeln. Nach dem ein oder anderen Bierchen wird das Ganze noch deutlich lauter. Auf die Fische hat dieses Verhalten eine enorme Scheuchwirkung und viele wundern sich, warum der gewünschte Erfolg aus bleibt. Die Wallerangler unter euch, wissen wovon ich rede. Versucht also unnötigen Lärm zu vermeiden und die Karpfen werden sich erkenntlich zeigen!

Wer diese Kleinigkeiten beachtet, hat schon viel richtig gemacht und seinem Erfolg steht nichts mehr im Wege! Vertraut in euch selbst und in euer Material, dann könnt ihr auch in kurzen Sessions Traumstunden erleben..!

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