Frühstart nach Maß

Frühstart nach Maß – by Jan Steininger

Was ein wahnsinnig gutes Wetter hat uns so früh aus dem Winterschlaf geholt. Temperaturen bis 18 Grad und das Mitte Februar. Klar musste ich raus ans Wasser, die Sonne genießen und einfach die Wärme auf der Haut spüren.

Nachts wird es noch sehr kalt und diese Kälte lässt mich wissen, dass das Leben unter Wasser noch lange nicht so weit ist.

Das Hoch direkt über Deutschland mit bis zu 1048 hPa, machten die Situation natürlich nicht einfach und das Eis im Eimer, sowie der Frost auf der Abhakmatte, signalisierten mir deutlich, dass es sehr schwierig werden würde.

Es ist eindeutig noch Winter! Um den ein oder anderen Fisch zu überlisten, musste ich mir echt was einfallen lassen!

Doch leider ließ sich bis auf eine Schleie und zwei Brassen nichts über den Kescherrand ziehen. Aber hey, immerhin Fischkontakt… Ich bin kein Schneider und die wunderschöne Schleie entschädigt mich für die kalte Nacht.

Ein deutliches Signal das die Futtertaktik funktioniert und ich auf dem richtigen Weg bin. Ein kleiner PVA-Stick aus unserem Ciric Milk und Cray Mussel Groundbait, mit ein paar Pellets und Almond Liquid, scheint die richtige Wahl zu sein.

Loses Grundfutter mit ein oder zwei Ciric Milk, sowie Cray Mussel Boilies werden von mir halbiert und im Futterboot platziert. Ein Schuß Almond Liquid rundet mein Futter ab.

Eine Rute wird auf einer kleinen Sandbank in einer großen Bucht platziert und die zweite direkt in einer kleinen Rinne in zwei Metern Tiefe. Als Köder kommen unsere Basemix Pop Up´s am Multirig zum Einsatz.

Die Fische sollen keine Chance bekommen sich satt zu fressen. Sehr oft beobachte ich wie einige Angelkollegen, in meinen Augen, einfach zu viel füttern. Die Fische fressen noch sehr wenig und ich bin der Meinung, dass ich mehr Chancen habe, wenn ich weniger Futter verwende. Dafür muss es bei mir hochwertiges und natürliches Futter sein. Deshalb vertraue ich auf das Futter der Bait Fabrik.

Am darauf folgenden Wochenende sollte sich das Wetter drastisch ändern. Tiefdruck mit Regen und Sturm wurde angekündigt. Nun sehe ich auch die Chance, dass die Karpfen wirklich aktiv nach Nahrung suchen.

Leider konnte ich diesmal nur für eine Nacht raus und ich wählte einen anderen Platz, der im Windschatten lag. Dort ist es möglich direkt aus dem Bus zu angeln, und das machte die Situation schon einfacher.

Die Ruten wurden diesmal in ein bis zwei Metern Tiefe, mit der gleichen Futtermenge und dem gleichen Futter, platziert. Der gemütliche Teil konnte dann schnell beginnen, denn das Wetter war grausam…

Abends fing es an zu regnen und Nachts sollte der angekündigte Sturm kommen. Doch springende Fische ließen mich zuversichtlich stimmen, für die kommende Nacht.

Am sehr frühen Morgen wurde ich durch einen Dauerton geweckt – Run! Ja endlich, es musste ein Karpfen sein, denn der Fisch zog ruhig seine Bahnen. Nach ein paar Minuten war er auch schon im Kescher – der erste Fisch des Jahres. Es war ein guter Fisch, nach genauer Betrachtung sogar ein richtig guter Fisch und die Waage blieb bei 21,4 kg stehen.

Was ein Start ins neue Angeljahr für mich. Der dicke Spiegler wurde schnell abgelichtet und versorgt.

Dann ließ ich mir einen Kaffee bei einer Scheibe Toast schmecken, als auch schon die zweite Rute ablief.

Nach einem kurzem, hektischen Drill, war auch schon der zweite Fisch des Jahres auf meiner Habenseite.

Unglaublich! Und das Anfang März, bei 7 Grad Wassertemperatur…

Ich wünsche allen eine erfolgreiche Angelsaison.

Keep it simple

Jan Steiniger

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