Kleine Köder, große Fische – Teil 1

Kleine Köder, große Fische | Teil 1 – von Uwe Shore

Es ist Anfang Oktober, langsam aber doch zieht früh morgens Nebel über den See. Wasservögel sammeln sich immer mehr und mehr in Gruppen an den Schilfgürteln. Die Blätter der Bäume verändern ihr saftiges grün in bunte pastelartige Farben. Die Wassertemperatur fällt Tag für Tag. Es wird immer früher dunkel und  die Nacht bricht mit ihrer herbstlichen Kälte über das Ufer.

Nun heißt es die Zeit am Wasser gut zu nutzen und jede freie Sekunde auf die Jagd zu gehen. Ich verfolge nun das dritte Jahr die Taktik kleine Hakenköder bei fallenden Wassertemperaturen zu verwenden. Klein bedeutet für mich bis maximal 15 mm normal förmige Boilies oder 16×20 mm Dumbells.

Je nach Bissfrequenz bzw. Aktivität der Fische gebe ich ein halbes 10 mm grelles Pop Up oder ein grelles fake Maiskorn oben drauf. Dazu variiere ich die Länge der Rigs. Umso kälter die Wassertemperatur, desto kürzer das Rig (ca.15-18 cm).

Im Gegensatz zum Sommer wo ich große Hakenköder wie zum Beispiel 24 mm Boilies, Doppel 24 mm oder sogar 28 mm Baits verwende, halte ich auch die Rigs etwas länger (bis circa 30 cm). Die Art der Rigs bleibt jedoch immer gleich. Da an meinem Hausgewässer nur werfen erlaubt ist verwende ich Fluorocarbon. Es war der zweite Oktober als ich nach der Arbeit schnell für ein paar Stunden ans Wasser fuhr. Ruten raus, Rigs beködert und los ging der Spaß. Relativ strammer Westwind zog in meine Richtung. Fische sprangen in meinen Seeteil, sie waren aktiv. Die Dämmerung hatte bereits eingesetzt.

Wollt mich gerade auf meinen Stuhl setzten als die erste Rute ablief. Der Fisch hat innerhalb kürzester Zeit sehr viel Schnur von der Spule genommen und sich in einem Krautfeld festgesetzt. Zum Glück konnte ich mit geschlossener Bremse und festgehaltenem Spulenkopf den Fisch mit dem Krautfleck zu mir pumpen und landen. Noch hatte ich den Fisch noch nicht gesehen. Nachdem ich dann den halbvollen Kescher entleerte sah ich den Fisch. Bei uns sagen wir Klodeckel zu solch einem Fisch. Ein sehr kurzer aber brutal hoher Schuppi hat sich den kleinen 16mm Dumbell reingeballert.

Mit 22 kg war somit der erste Frühherbst Bulle gelandet. So muss das ganze laufen. Zur richtigen Zeit am richtigen Spot kann fast alles möglich sein. Kurz vorm zusammen Packen lief noch die zweite Rute ab und ein weiterer Schuppi mit circa 13 kg lag in meiner Matte.

Zuhause angekommen realisierte ich erst meinen Erfolg. Die Bilder hatte ich bereits am Nachhauseweg aufs Handy geladen. Einfach unglaublich was das für ein Teil war, schon fast höher als lang.

Wie es dann weiter ging und was am nächsten Tag nach der Arbeit am Wasser geschah erfährt ihr im zweiten Teil der Story.

 

Uwe

Vorheriger Beitrag
Doch keine Nadel im Heuhaufen? – by Jonas Hillebrands
Nächster Beitrag
Kleine Köder, große Fische – Teil 2 – Uwe Shore

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Bitte füllen Sie dieses Feld aus
Bitte füllen Sie dieses Feld aus
Bitte gib eine gültige E-Mail-Adresse ein.
Sie müssen den Bedingungen zustimmen, um fortzufahren

Menü