Kleine Köder, große Fische – Teil 2 – Uwe Shore

Kleine Köder, große Fische – Teil 2 – Uwe Shore

Nicht mehr lange. Mein Blick wandert ständig auf die Uhr. Ich will wieder raus und an den Erfolg der gestrigen Session anknüpfen. Schnell ging es raus an meinen Platz um die Ruten fertig zu machen. Die erste Rute abgelenkt und raus flog die Montage.

Abgelegt am Pod und die zweite sollte folgen. Als ich den Hakenköder auf das Baitfloss zog hörte ich zwei bis drei Pieper aus dem Bissanzeiger. Die Rutenspitze wippte immer wieder leicht nach unten. Ich nahm die Rute auf und versuchte Kontakt zu meinem Gegenüber aufzubauen. Ich spürte leichte Kopfschläge. Dann nichts mehr. Der Fisch hing im Kraut wie noch nie einer zuvor. Keinen Millimeter konnte ich ihn mit der geflochtenen Hauptschnur ziehen. Ich öffne die Bremse, lasse die Hauptschnur durch hängen und warte bis sich der Fisch vielleicht frei schwimmt. Es waren gefühlte Stunden bis ich einen Ruck in der Rute spürte. Aber dann hatte ich ihn. Auch dieses Mal war ein großer Krautballen von Kraut auf dem Fisch. Ich konnte den Fisch schon erkennen, dachte mir er hat um die 15 kg. Als ich dann das ganze Kraut entfernte sah ich erst die Ausmaße des Fisches. Ein rießiger Schuppi lag vor mir im Wasser. Ich wusste momentan nicht wirklich was ich machen oder wie ich reagieren soll. Er war einfach zu groß für meine Vorstellung.

Ich entfernte den Haken, legte ihn in die Easy Mat und wog ihn…..

Zitternd leuchtete ich mit der Stirnlampe auf meine Waage…. Bei 28,2 kg blieb sie stehen. Unglaublich, mein personal best lag vor mir. Nach ein paar Fotos im dunklen durfte der Fisch wieder retour ins Wasser. Einfach brutal wie schnell das ganze gehen kann. Ich war in diesem Moment nicht Herr meiner Sinne. Meine Arme waren irgendwie gefühllos nach dem stemmen dieses massiven Schuppis. Ich denke es hat 30-45 Minuten gedauert bis ich die Rute wieder ausgelegt hatte. Nachdem alles wieder so lag wie ich wollte klickte ich durch die Bilder auf der DSLR.

Ein unglaublich schöner Fisch ohne Verletzungen oder anderen markanten Merkmalen. Ein Schuppi wie gezeichnet. 118 cm lang war der Bursche. Unfassbar.

Komplett in die Bilder vertieft hörte ich die nächsten Pieper meines RX+. Was geht da nur ab. Der nächste Fisch war am Band. Dieses Mal konnte ich den Fisch schnell landen, was soll ich sagen.

Es ging weiter. Ein prächtiger Spiegler verirrte sich in meinen Kescher. Es war dieses mal ein 14 mm „Ciric Milk“ Boilie mit einem fake Maiskorn in pink. Der nächste Brocken mit 20,4 kg lag in der Schlinge. Langsam aber doch ging mir die Kraft aus.

Was für eine Session. Schnell nach der Arbeit raus und mal zwei Fische von so einem Format abschöpfen. Richtig geil. Doch der Herbst hat erst leicht angefangen. Jetzt wird nochmal richtig Gas gegeben und ich bleibe Hart am Fisch.

Grüße Uwe

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