Laichzeit – Ist es wirklich die Phase im Jahr wo tatsächlich keine Fische gefangen werden?

Die Laichzeit. Viele Angler haben großen Respekt davor. Sie verbinden die Laichzeit mit Beissflauten und Blanks. Dieser Artikel soll die besagte Zeit etwas genauer beleuchten und mit Vorurteilen aufräumen. Zunächst müssen wir uns fragen was ist die Laichzeit? Über welchen Zeitraum sprechen wir eigentlich? Fressen die Fische hier gar nicht? Wo laichen die Fische und wie und wo können wir Sie trotzdem fangen?

Zunächst soll gesagt sein, dass das tatsächliche Laichspiel der Fische oft nur wenige Tage dauert. Die tatsächliche “Laichzeit“ ist also nur sehr kurz. Dennoch beeinflusst dieses Ereignis das Verhalten der Fische, je nach Gewässer, oft für mehrere Wochen oder sogar Monate. In eigentlich jedem Gewässer haben die Fische einen oder mehrere bestimmte Bereiche, in denen Sie laichen. In dieses Areal begeben Sie sich oft schon lange vor der eigentlichen Laich. Das wohl bekannteste Beispiel hierfür ist der Westarm des berühmten Lac de St. Cassien. Über Monate befindet sich ein Großteil des riesigen Bestandes ausschließlich in diesem Teil des großen Sees.

Dieses Phänomen habe ich in den letzten Jahren auch immer wieder an kleinen Gewässern feststellen können. Spätestens hier sollten wir uns überlegen, ob wir dieses Verhalten nicht für uns nutzen können. Der Großteil des Seebestandes hält sich in einem meist recht kleinen Areal auf. Für mich immer eine der interessantesten Zeiten des Jahres! Und wer sein Gewässer aufmerksam beobachtet, wird diese Areale früher oder später auch finden.

Ist der Bereich gefunden, in dem die Fische laichen und sich dementsprechend auch davor wie danach aufhalten, gilt es nur noch Sie mit der richtigen Taktik zu befischen.

Das Verhalten der Fische kann in diesen Tagen sehr stark variieren. An einem Tag fressen Sie, als gäbe es keinen Morgen, am nächsten Tag sind Sie tatsächlich mit dem Liebesspiel beschäftigt.  Deshalb müssen Futter, Köder und Vorfach mit Bedacht gewählt werden.

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Die Zeit in der die Fische wirklich Laichen umfasst wie gesagt meist nur wenige Tage. Nur weil man Fische laichen sieht, heißt das auch noch nicht, dass alle Fische das tun. So habe ich es zum Beispiel erlebt, dass ich einige kleine Schuppis beim Liebesspiel beobachten, gleichzeitig aber zwei fette Spiegler fangen konnte. Es ist also höchst fraglich, ob es überhaupt eine Zeit gibt, in der kein einziger Karpfen frisst und somit auch fangbar ist. Dies mag an einigen Gewässern durchaus der Fall sein. Trotzdem sollte man vor der Laichzeit keine Angst haben, sondern die riesige Chance darin sehen, denn in den Tagen und Wochen um die Laichzeit herum sind wahre Traumsessions möglich!

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Je nachdem, wie sich das Wetter entwickelt, könnte es bereits in einigen Wochen wieder soweit sein. Nutzt die Zeit um eure eigene Traumsession zu erleben!

Ich hoffe ich konnte euch meine Herangehensweise etwas näher bringen, wie ich hier oben im Norden in der Laichzeit auf Karpfen fische. Wenn ihr Fragen habt, könnt ihr mich jederzeit kontaktieren.

Liebe Grüße

Patrick

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