Spontane Ideen sind meistens die Besten – by Jan Steininger

Spontane Ideen sind meistens die Besten

Als ich am Dienstag Abend das Wetter checkte, war für mich klar es musste über das lange Wochenende in den Norden Frankreichs gehen.

Eigentlich war ein Gewässer bei uns in der Nähe auf unserer Liste, aber nach einem kurzem Gespräch mit meinem Kollegen, war er sofort Feuer und Flamme. Wir verabredeten uns für Mittwoch Abend, dann sollte es direkt nach der Arbeit mit unseren Mädels nach Nordfrankreich gehen.

Wir fuhren gut 600 km und kamen mitten in der Nacht am See an. Nach einem Kaffee checkten wir die Plätze zu Fuß ab und sahen, dass mein favorisierter Platz frei war. Nach dem wir die Boote beladen hatten, setzten wir über und bauten bei bestem Wetter in der Morgendämmerung auf. Die Spots wurden schnell gefunden und wir konnten uns erstmal ausschlafen.

In der ersten Nacht war es ruhig, bis auf einen Döbel konnten wir nichts fangen. Am Tag genossen wir die Sonne und der Wind begann zu drehen. Wetterumschwung, wie es ein paar Tage zuvor angekündigt war.

Am Abend wurden die Ruten dann mit Bloodworm Liver und White Balls an einem langem Rig, per Schneemann, in der ganzen Bucht verteilt. Von 1,5 m bis 6 m deckten wir alles ab. Als ich am Ufer eine etwas größere Krautlücke aus machen konnte, legte ich dort eine Rute ab. 10-20 Boilies verteilte ich auf relativ großer Fläche.

Die anderen Ruten legte ich mitten im Schlamm, auf sehr großer Fläche, ebenfalls mit wenig Futter ab. Nach einem sehr gutem Essen und einem gekühltem Rosé kam die Nacht langsam herein und auf einmal ein Dauerton… die Rute im Schlamm.

Nach heftigem Drill lag ein Schuppenbrett über 20kg im Kescher. Das fing ja gut an und nach einer schnellen Fotosession wurde der Fisch schonend zurück gesetzt.

Kurz vor der Dämmerung, am nächsten Morgen, wurde ich aus dem Schlaf gerissen. Die Rute im Krautloch meldete sich. Nach kurzem Drill traute ich meinen Augen nicht, der nächste über 20kg war im Kescher. Eine schöne Spiegeldame, die sichtlich vom Laichgeschäft gezeichnet war. Nach ein paar Fotos, wurde sie mit Kleinik behandelt und in ihr Element entlassen.

Wow, schon zwei Fische über der magischen Grenze und nun der vierte ü 20 er innerhalb von 8 Tagen. Ein Wochenende zuvor konnte ich schon zwei Karpfen über 20kg fangen, wovon einer sogar 25kg wog. Das ist aber eine andere Geschichte………

Langsam kamen dicke Wolken und am Abend als die Ruten neu gelegt waren, fing es an zu regnen. Wir scherzten schon, ob die Fische erst wieder anfangen zu beißen, wenn es dunkel wird.

Wir hatten uns gerade abgelegt, da ging es los… wieder die Rute im Kraut. Nach kurzem Drill, war der Nächste mit über 20kg in meinem Kescher. Was war hier eigentlich los?

Nachdem ich die Rute im strömenden Regen wieder abgelegt hatte, lief die nächste Rute ab. Der Schlammplatz! Und wie sollte es anders sein… der Nächste über 20kg.

Five in the Row mit 20kg.

Es regnete die ganze Nacht durch und ich konnte noch zwei Fische fangen, die knapp unter der magischen 20 kg Grenze waren.

Wir hatten wohl diesen Moment erwischt, als die Fische nach dem Laichen das tiefere Wasser aufgesucht hatten, und wir konnten sie wohl abpassen.

Am letzten Abend bekam ich noch eine Chance und wieder lag ein 20kg Spiegler auf der Matte. Mein Kollege legte seine Ruten, für die letzte Nacht, etwas um. So konnte er ebenfalls noch zwei super Fische fangen. Darunter war ein wunderschöner Two Tone. Und nach so viel Arbeit und Durchhaltevermögen, hatte er sich die Fische wirklich verdient.

Am Sonntag nach einem Kaffee und ein paar Toasts auf dem Ridge Monkey packten wir langsam mit einem weinenden und lachendem Auge zusammen.

Das Wetter sollte sich am Montag ändern und Temperaturen weit über 30 Grad waren angekündigt. Wir hatten genau den richtigen Moment erwischt, wo einfach alles gepasst hat.

Nach einer relativ langen Fahrt kamen wir am Sonntag Abend wieder gut zu Hause an, aber wir konnten unser Glück immer noch nicht fassen.

In diesem Sinne, wünsche ich allen einen super fischreichen Sommer! Genießt die Zeit am Wasser mit guten Freunden…!

Keep it simple, peace Steini.

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