Zielfischtagebuch 1: Die Challenge – by Patrick Buhr

Ich muss gestehen, ich bin eigentlich nicht der Zielfischangler. Erstens befische ich oft und gerne Gewässer, an denen ich nicht weiß, welche Fische dort Schwimmen und wo es zudem möglichst wenige andere Angler gibt, zweitens bin ich einfach zu gerne unterwegs und nutze die Zeit, die ich zum Angeln habe, um an verschiedenen Seen zu angeln, viel zu sehen und die Abwechslung zu genießen. Für dieses Jahr habe ich mir aber mal wieder ein Ziel gesetzt und werde eine Zielfischjagd an einem bestimmten Gewässer starten.

Dies hat verschiedene Gründe. Ich habe mir im Herbst einen Bulli gekauft und diesen über den Winter zum perfekten Angelcamper umgebaut. Auch diesen werdet Ihr im Rahmen dieser Reihe noch zu sehen bekommen. Mit dieser Neuerung wollte ich die Möglichkeit schaffen, vermehrt auch Nächte unter der Woche zu fischen, um neben der Arbeit trotzdem viel Zeit am Wasser verbringen zu können. Des Weiteren macht meine Liebste momentan ein Auslandssemester. Was soll ich also alleine zu Hause sitzen. Ich habe viel Zeit zum Angeln und das perfekte Mobil dafür. Es musste also nur noch das passende Saisonziel her.

Schon in den letzten 2 Jahren angelte ich vereinzelt an einem See, etwa eine Stunde entfernt von mir. Ein paar kurze Eckdaten zum Gewässer: Ein flacher, lehmiger See, relativ monoton. Nichts Besonderes also.  Das Interessante an diesem Gewässer: Der Fischbestand. Der Bestand ist allgemein recht gut. Es gibt allerdings zwei richtig gute Fische, die wirklich hervorstechen. Ein großer Schuppenkarpfen, der etwa einmal im Jahr gefangen wird und ein noch größerer Spiegler, der allerdings sein nun vier Jahren nicht gefangen wurde. Außerdem sollte zumindest eine Hand voll weiterer guter Fische in diesem See schwimmen. Es wird hier mittlerweile sehr viel geangelt. Was für Fische in diesem Gewässer schwimmen hat sich herumgesprochen und Angler kommen von überall her an diesen See gefahren, manche seltener, andere regelmäßiger.

In der Regel gibt es mir mehr an einem See alleine zu sitzen. Allerdings liebe ich auch die anglerische Herausforderung an stark beangelten Gewässern wie diesem. Die Fische sind sehr misstrauisch und jede Kleinigkeit kann den Unterschied ausmachen zwischen fangen und blanken. Die Kombination aus dieser anglerischen Herausforderung und den zwei richtig dicken Zielfischen hat meinen Ehrgeiz geweckt und so habe ich es mir für dieses Jahr als Ziel gesetzt, dieses Gewässer wirklich zu knacken und auch einen der beiden Großen zu fangen. Und wer weiß, was der See übers Jahr noch so alles preis gibt…

Ich begann bereits früh im März am See zu fischen. Über den Winter waren meine anglerischen Ziele gereift und ich hatte mir viele Gedanken zu diesem See gemacht. Ich hatte mein Angeln bestmöglich vorbereitet und einige Dinge angepasst, auf die ich in folgenden Tagebüchern noch genauer eingehen werde. Schon im März lief es von Anfang an relativ gut. Die Fische begannen das Fressen und hatten noch sehr wenig Angeldruck. Oft war ich mit meinem Angelpartner zu zweit oder auch alleine am Wasser.

Wir konnten für die Jahreszeit direkt einige schöne Fische fangen. Die Taktik schien aufzugehen, richtig große Fische waren bis hierhin allerdings noch nicht dabei. Doch mit den Temperaturen stieg langsam aber sicher auch die Anzahl der Angler am See. Wie sich das auf das Verhalten der Fische auswirkt und wie es an diesem See für mich weitergeht erfahrt ihr im zweiten Teil. Bis dahin geht fleissig raus und genießt die Zeit am Wasser.

Euer Patrick

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